30.08.2011 – Treffen der Arbeitsgruppe „queere Ringvorlesung“

Am Dienstag, dem 30.08.2011, trifft sich die Arbeitsgruppe „queere Ringvorlesung“ um 19.30 Uhr im Gartenhaus.
Hier soll über die einzelnen Vorträge gesprochen werden, die im WS 2011/2012 stattfinden werden und über das ringvorlesungsbegleitende Seminar.

Wir haben eine HiWi-Stelle frei, die eine Person übernehmen sollte, die für das begleitende Seminar Texte usw. vorbereitet.
Ausserdem suchen wir allgemein Leute, die Lust haben mitzuorganisieren und/oder Ideen für Referent_innen haben.

Der Stand der Dinge ist Folgender:
Ab dem 24.10.2011 wird es alle 2 Wochen einen Vortrag im Margarete-Bieber-Saal geben. Diese Vorträge sind öffentlich und nicht nur für Studierende zugänglich.
Zu der Ringvorlesung wird in den Wochen, in denen keine Vorträge stattfinden, ein Seminar stattfinden, das die Themen der Vorträge aufgreift und vertiefend behandelt.
Das Seminar wird als AFK-Seminar angeboten und beinhaltet voraussichtlich 2 Credit-Points.
Zeitpunkt des Seminars, bzw. der Ringvorlesung wird Montag 19 Uhr sein.

Finanziert wird alles aus QSL-Z-Mitteln, welche wir für Ringvorlesung und Seminar bewilligt bekommen haben.

Die Arbeitsgruppe „queere Ringvorlesung“ trifft sich also am 30.08.2011, um 19.30 Uhr, im Gartenhaus
(Wegbeschreibung unter www.schwulenreferat-gi.de/Kontakt.html )

Rückmeldung ist gerne gesehen. :)

17.08.2011 – Nachtrag zu „Pressemitteilung zu Spray-Anschlag auf Gartenhaus“

Danke für die Soli-Bekundungen und das positive Interesse an unserer Pressemitteilung.
Mittlerweile ist auch ein Artikel im Gießener Anzeiger erschienen zur Hakenkreuzsprüherei am Gartenhaus. Der Artikel hat jedoch die Pressemitteilung des Kern-AStA zur Grundlage, nicht unsere Pressemitteilung. Warum nicht schon früher dazu geschrieben wurde ist uns rätselhaft, insbesondere da uns ein Beitrag zu unserer Pressemitteilung vom Gießener Anzeiger telefonisch zugesagt wurde. Trotzdem hier der zu kurze Beitrag, der die Pressemitteilung des AStA fast kopiert (bis auf die Tatsache, dass der Name des Schwulen-Trans*-Queer-Referats falsch und der Name des Frauenreferats verkürzt geschrieben wurde. :)

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/hochschule/11060817.htm

Passend dazu auch dieser Artikel in der Gießener Zeitung:
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/54937/hakenkreuz-schmiererei-an-dem-gebaeude-des-autonomen-queer-feministischen-frauenreferats-und-des-autonomen-schwulen-trans-queer-referats/

08.08.2011 – Pressemitteilung zu Spray-Anschlag auf Gartenhaus

Am 03.08.2011 wurde am sogenannten Gartenhaus der Justus-Liebig-Universität Gießen, in dem sich die Räume des Autonomen queer-feministischen Frauenreferats und des Autonomen Schwulen-Trans*-Queer-Referats – beide im AStA der JLU – befinden, ein gesprühtes Hakenkreuz und die Zahl „2083“ entdeckt.

Es ist offensichtlich, dass es sich hierbei um eine homophobe und frauenfeindliche Tat handelt, da sich „2083“ auf das „Manifest“ „2083. A European Declaration of Independence“ („2083. Eine europäische Unabhängigkeitserklärung“) bezieht. Dieses Manifest, welches Anders Breivik verfasste und veröffentlichte, kurz bevor er am 22. Juli 2011 in Oslo über 70 Personen tötete, ruft zu Mord an Lesben, Schwulen und Feminist_innen auf.

Die beiden autonomen Referate, deren Aufgabe es ist, an der Universität und in der Stadt Gießen benachteiligten und oft diskriminierten Personen Stimme zu verleihen und so das Studium für Frauen, Lesben, Schwule, Trans*-Personen und Andere diskriminierungsfreier zu machen, haben sich mit der Ausübung ihrer Aufgaben Ziel von Anfeindungen gemacht.

Der Sprüh-Anschlag soll wahrscheinlich dazu führen die Referent_innen der beiden Referate einzuschüchtern und ihre Arbeit zu unterbinden. Die Schmierereien sprechen jedoch auch dafür, dass die Arbeit des Frauenreferats und des Schwulenreferats wahrgenommen wird und dass Homophobie und Diskriminierung von Frauen und anderen Personengruppen heute noch ein aktuelles und nicht zu unterschätzendes Thema auch im universitären Raum sind.

Die Referent_innen der beiden Referate ziehen aus dem Angriff auf das Gartenhaus die Erkenntnis, dass sie sich in Zukunft noch selbstbewusster und sichtbarer in Gießen und Umgebung für ein toleranteres Leben und Lieben einsetzen werden.

Sofort nach dem Entdecken des Hakenkreuzes wurde versucht Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten, was durch die Polizei erschwert wurde, die erst am nächsten Tag kam, um sich ein Bild von den Schmierereien zu machen und die Anzeige aufzunehmen. Für was die Zahl „2083“ steht, mussten die Beamten sich allerdings von den AStA-Referent_innen erklären lassen.


03.08.2011 – Filmabend zum Kennenlernen des Gartenhauses

Am 11.08.2011 findet um 20 Uhr ein Filmabend vom queer-feministischen Frauenreferat und dem Schwulen-Trans*-Queer-Referat statt. Wer Lust hat, kann auch schon vorher zu uns stoßen. Unsere Türen sind ab ca. 18 Uhr geöffnet. Ab 20 Uhr zeigen wir dann „Transamerica“,einen Film über eine Transfrau, die ihren leiblichen Sohn auf der Suche nach seinem Vater durch die USA begleitet.

Der Filmabend findet im Gartenhaus statt. Den Weg ins Gartenhaus findet ihr unter www.schwulenreferat-gi.de/Kontakt.html

03.08.2011 – Stellungnahme zu Angriff auf wuppertaler autonome Referate

Der zukünftige Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Wuppertal hat vor die autonomen Referate zu entmündigen. Hierbei sollen die unterschiedlichen Referate insgesamt nur noch eine einzige Stimme besitzen, obwohl sie die Interessenvertretung aller Frauen, Lesben, Schwuler, Behinderter und chronisch Kranker, sowie ausländischer Student_innen darstellen.

Die Entmündigung der von den autonomen Referaten repräsentierten Gruppen geht mit einer Leugnung der Form und des Umfangs von Benachteiligung und Diskriminierung einher, denen Frauen, Lesben, Schwule, Behinderte und chronisch Kranke, sowie ausländische Student_innen täglich ausgesetzt sind. „Besonders schlimm ist allerdings das fehlende Verständnis für die verschiedenartigen Diskriminierungen – vor allem an der Universität.“ sagt Sascha Tim Fischer, amtierender Schwulenreferent an der Universität Wuppertal. Denn Diskriminierung hat genau so viele Gesichter, wie Personen, die diskriminiert werden.

Bislang galt: Ein_e Referent_in besitzt genau eine Stimme. Dass eine Stimme für alle Referent_innen zu einer Entmündigung der Referate führen wird, deren Existenz eigentlich den Sinn hat, diskriminierten Gruppen Rückhalt und Stimmen zu verleihen, begründet der konservative AStA damit, dass die autonomen Referate von linken Kräften missbraucht werden könnten, die Einfluss auf den AStA nehmen wollen. Diese Angst des AStAs aus „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ (RCDS), „Liberaler Hochschulgruppe“ (LHG), „Bund türkischer Studierender“ und „der Partei“ ist offenkundig fadenscheinig, da die Möglichkeit der Stimmentziehung durch den AStA bevorsteht und die Einflussnahme nicht von den autonomen Referaten, sondern vom AStA ausgeht.

Dadurch, dass erst im Sommersemester 2010 der gleiche Versuch in Gießen gestartet wurde, allen autonomen Referate ihre Stimmen zu entziehen und durch jeweils eine Stimme pro Referat zu ersetzen, erklären sich das autonome queer-feministische Frauenreferat und das autonome Schwulen-Trans*-Queer-Referat der Justus-Liebig-Universität Gießen solidarisch mit den autonomen Referaten der Universität Wuppertal.

Weitere Informationen unter:
Blickfeld-Wuppertal
Oder auf Facebook

30.07.2011 – Demo auf dem CSD Frankfurt 2

Hier haben wir ein paar Fotos von unserem Wagen, mit dem das autonome Schwulen-Trans*-Queer-Referat Gießen zusammen mit der Aids-Hilfe Gießen, dem Gaystammtisch Justus, dem SV Regenbogen, Hand in Hand e.V., Cup-Lahn Limburg e.V. und Einzelpersonen an der Demo-Parade teilnahm.

Wir freuen uns darüber, dass auch einige wirklich queere Gruppen auf dem CSD unterwegs waren. Es waren Queers unterwegs mit Schildern, wie „Queer ist nicht rassistisch“ oder „Queer kategorisiert nicht“, die sich möglicherweise mit dem in diesem Jahr leider nicht antretenden FrauenLesben-Blocks verbunden fühlten und deshalb nicht mitliefen. Wir danken allen Personen und Gruppen, die versucht haben etwas mehr Politik in den frankfurter CSD zu bringen. Wir werden versuchen konkretere politische Forderungen, unabhängig vom Motto, für das nächste Mal zu formulieren und den Wagen danach mitzugestalten. Auch hier verlinken wir gerne nochmal nachträglich eine Stellungnahme des autonomen FrauenLesbenreferat der Uni Frankfurtzur „Re-Politisierung“ des CSD in Frankfurt.

30.07.2011 – Demo auf dem CSD Frankfurt

Am Samstag, dem 30.07.2011, wird das autonome Schwulen-Trans*-Queer-Referat auf einem Gemeinschaftswagen der Aids-Hilfe Gießen und anderen lesbischwulen Gruppen aus Gießen und Umgebung auf dm CSD in Frankfurt vertreten sein.

Los geht die Parade um 11.45 Uhr. Ende ist voraussichtlich 14 Uhr.

Das Motto wurde nach einigen kontroversen Diskussionen geändert, was von den Veranstalter_innen leider nicht thematisiert wird. Das Motto lautet mittlerweile „Einigkeit und Recht auf Gleichstellung – Artikel 3 jetzt!“. Vor der Änderung hieß das Motto „Einigkeit und Recht auf Gleichheit“ und war somit noch nationalistischer. Einer der Aufrufe, welcher zur Mottoänderung geführt hat, findet sich vom Aktionsbündnis Schrägstrich hier: http://www.libsblog.de/index.php/2011/05/frankfurter-csd-2011-ein-nationalfeiertag/

16.07.2011 – Gießen bleibt bunt und nazifrei

Gemischte Gefühle nach dem heutigen Tag: Ein gigantisches Aufgebot an Polizist_innen, die dafür Sorge trugen, dass Gegendemonstrant_innen nicht direkt mit den Neonazis in Kontakt kamen. Die Blockade-Strategie ging auf Grund des Aufgebots der Polizei nicht auf, auch weil diese sich „alternativer“ Mittel bemächtigten: Beispielsweise durch das Nicht-Aussteigen-lassen am Bahnhof Oswaldsgarten von Personen, die aussahen, als würden sie dem linken Spektrum zu gerechnet werden oder allgemein dem nicht-Durchlassen von Personen, zu angemeldeten Kundgebungen. Ein Witz, wenn ersichtlich wird, dass manche Busse durch Umwege in Kundgebungsnähe fuhren, der Fußweg jedoch verwehrt wurde.

Aussagen von einzelnen Polizeikräften, die darauf abzielten, doch die Gegendemonstrant_innen mit Pfefferspray zu besprühen (ohne ersichtlichen Grund), lassen keine konkreten Gefühle von Schutz übrig, für den die Polizei ja sorgen sollte. Immerhin gab es kein großflächigen Übergriffe, auch wenn wir leider auch unnötiges Macker- und Provokationsverhalten von den Polizeikräften sehen konnten. Dem zweistelligen Aufgebot der Neonazis wurde immerhin eine vierstellige Zahl von Gegendemonstrant_innen und Besucher_innen des Stadtfests „Gießen bleibt bunt“ entgegengesetzt, was als Erfolg gesehen werden kann. Und auch, wenn es wüted machen kann, dass Neonazis mal einen Moment Aufmerksamkeit bekommen, bleibt der Humor nicht auf der Strecke, wie einzelne Sprechchöre zeigten („Ohne Verfassungsschutz wärt ihr nur zu zweit“, was leider in folgendem Radiokommentar nicht zu hören ist, aber sicher nicht ganz abzustreiten ist.^^). Wir danken auch der Gruppe von Personen der Front Deutscher Äpfel, die mit mindestens zwei großformatigen Apfel-Bannern anwesend waren.

Einen kurzen Radiobeitrag von „Radio Unerhört Marburg“ (RUM) zum heutigen Tag gibt es auf http://www.freie-radios.net/42108 (5:08 Minuten lang).
(Creative-Commons-Lizenz: Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht. )

Ein Artikel der Frankfurter Rundschau findet sich hier.

Nachtrag vom 17.07.2011: Eine wichtige Pressemitteilung des Bündnis „Gießen bleibt Nazifrei“ findet sich hier. Darin wird auch der unnötige Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz thematisiert.

16.07.2011 – Gegenaktionen zum Neonaziaufmarsch am Samstag in Gießen

Meine Lieben,

am Samstag wollen die NPD, die jungen Nationaldemokraten und sogenannte „Freie Kräfte“ in Gießen demonstrieren. Im Vorfeld konnte schon ein Fackemarsch der Neonazis verhindert werden. Einen Artikel dazu gibt es im Gießener Anzeiger: http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten/10942658.htm

Gegen den Neonaziaufmarsch am Samstag haben sich mehrere Bündnisse formiert. So wird eines der Bündnisse („Gießen bleibt Nazifrei“) am Samstag verschiedene Punkte in Gießen blockieren, das heißt friedlich dafür sorgen, dass die Neonazis nicht aufmarschieren können. Falls ihr am Blockieren interessiert seid, empfehlen wir euch am Freitag die Informationsveranstaltung im Café Amelie (15.7., 19:30 Uhr, Walltorstraße 17) oder auf http://giessenbleibtnazifrei.blogsport.de/ weitere Informationen ab Donnerstag zu lesen.
Falls ihr aktuell über Blockaden, Neonaziübergriffe usw informiert werden wollt, empfiehlt sich folgender Live-Ticker:
http://twitter.com/gi_nazifrei

Das Straßenfest „Gießen bleibt bunt“ wird ab 10 Uhr in der Stadt an verschiedensten Orten und von verschiedensten Personen bevölkert werden. So wird beispielsweise die Aids-Hilfe im Theaterpark anwesend sein und neben anderen Gruppen Präsenz zeigen. Man munkelt, dass es Kuchen geben wird. ;)
Mehr Informationen zu „Gießen bleibt bunt“, gibt es unter: http://www.giessen-bleibt-bunt.de/

Für die Studierenden von euch könnte noch folgende Informationsveranstaltung am Donnerstag, dem 14.07., im StuPa-Raum (links neben der Mensa im AStA) interessant sein: Hier wird auch über alle Gegenaktionen zum Neonaziaufmarsch informiert werden. Link zur AStA-Veranstaltung

Unabhängig von dem, was ihr am Samstag macht, hoffe ich, dass ihr auf euch aufpasst!
Mit vielen, lieben Grüßen,
Euer Schwulenreferat und Schwulen-Trans*-Queer-Referat

08.07.2011 – Verstärkung unseres Archivs

Ihr Lieben…

bevor wir in eine Art Sommerpause gehen (in der wir das vorbereiten, was im nächsten Semester auf euch und uns zukommt), wollten wir noch hier einen kleinen Aufruf starten: Wir wollen unser Archiv verstärken. Dazu zählen -vorallem- Sachen, die indirekt oder direkt mit dem Schwulenreferat in Gießen zu tun haben. Jedoch suchen wir momentan auch andere Unterlagen, Fotos, Zeitungsberichte, Zeitschriften (wir haben da von einer Zeitschrift von 1999 gehört namens „Schwul in Gießen“???) usw., die in irgendeiner Form mit dem queeren und schwulen Leben in Gießen, der letzten Jahrzehnte zu tun haben. Wir nehmen gerne Originale und sichern eine wertschätzende Verwahrung und Archivierung zu, wären jedoch auch glücklich über Kopien oder die Möglichkeit von Materialien Kopien anzufertigen.

Falls ihr also Material habt, das ihr nicht mehr braucht, oder möglicherweise kurz ausleihen könnt oder in das ihr Einsicht gewähren könnt, wären wir euch sehr verbunden. Dann schreibt uns doch einfach hier an oder schickt eine E-Mail an Kontakt@schwulenreferat-gi.de

In Zuneigung und Verbundenheit :)
dein Schwulenreferat/Schwulen-Trans*-Queer-Referat

PS: Gerne könnt ihr diesen Aufruf auch weitertragen, um das Ergebnis zu vervielfachen. :)